Hydraulischer Abgleich in Heizungs- und Kühlanlagen


Heizkörper oder andere Verbraucher in einer Heizungs- bzw. Kühlanlage, die weit von der Pumpe entfernt liegen, werden ohne Hydraulischen Abgleich nicht mit genügend Wasser versorgt. Andere, die sehr nah liegen, werden hingegen überversorgt. Das kostet nicht nur wertvolle Energie und treibt die Kosten in die Höhe, sondern beeinflusst auch die Wohnqualität.

Unter Hydraulischem Abgleich versteht man eine optimale Wasserverteilung im System, indem z.B. über voreinstellbare Thermostatventile (Heizkörperventile) der notwendige Volumenstrom zum Heizkörper gewährleistet wird. Mit Hilfe des Hydraulischen Abgleichs werden deshalb alle Komponenten wie Heizkörper, Thermostatventile, Strangarmaturen, Pumpen und Rohre aufeinander abgestimmt und abgeglichen.

Hydraulisch abgeglichene Heizungs- und Kühlanlagen arbeiten energieeffizient und bieten guten Komfort.
Die Planungsgrundlagen wie Vor- und Rücklauftemperatur, Volumenstrom und Differenzdruck können im Betrieb tatsächlich eingehalten werden.
Die Hocheffizienzpumpe arbeitet effektiv. Niedrige Rücklauftemperaturen sorgen dafür, dass der Heizkessel im Brennwertbereich arbeitet.
Die Heiz- bzw. Kühlleistung kommt dort an, wo sie benötigt wird. Es gibt keine Über- und Unterversorgung.
Fehleinstellungen, wie Anhebung der Vorlauftemperatur, zu hohe Volumenströme und dadurch zu hohe Rücklauftemperatur, Unterversorgung von hydraulisch ungünstig angeordneten Verbrauchern, aber auch Überdimensionierung oder falsche Einstellung der Umwälzpumpe, werden somit vermieden.

Viele Studien, wie z.B. die Optimus-Studie, belegen dies. Der darin beschriebene Hydraulische Abgleich ermöglicht laut Optimus ein Einsparpotenzial von bis zu 21 %. Da der Investitionsaufwand im Vergleich zu anderen Maßnahmen wie z.B. Sanierung der Gebäudehülle als gering beziffert werden kann, besteht ein sehr gutes Nutzen-/Kostenverhältnis. Amortisationszeiten im Bereich von drei bis vier Jahren sind möglich.
Ohne hydraulischen Abgleich
  • unnötig hoher Energieverbrauch
  • überhitzte oder unterkühlte Räume
  • schlechter Brennwertnutzen
  • Fließgeräusche an Thermostatventilen
  • Überdimensionierung oder falsche Einstellung der Umwälzpumpe
Mit hydraulischem Abgleich
  • Energieeinsparung
  • optimale Raumtemperaturen
  • guter Systemwirkungsgrad (optimierter Brennwertnutzen)
  • keine Fließgeräusche an Thermostatventilen
  • Ideale Regelfähigkeit des Systems
Heizungsanlage ohne hydraulischen Abgleich Heizkörperventile hydraulisch nicht abgeglichen
Heizungsanlage hydraulisch abgeglichen am Heizkörperventil Heizkörperventile hydraulisch abgeglichen

Hydraulischer Abgleich bedeutet: Maximaler Komfort bei minimalen Betriebskosten


Hier finden Sie weitere Informationen zum Hydraulischen Abgleich.